„Passgenaues Wohnprojekt“ für Neusäßer Bedarf und innovatives Mobilitätsangebot

„Zukunftsdialog“: CSU erarbeitet Konzept für Mehrgenerationen-Wohnen und Kleinbus-Angebot

Unter dem Motto „Mach mit!“ sammelt die Neusäßer CSU im Internet und auf Postkarten Anregungen zu verschiedenen Themen aus der Öffentlichkeit. Diese werden dann bei Fachveranstaltungen, den „Zukunftsdialogen“, diskutiert und für das kommunale Wahlprogramm aufbereitet. Unter anderem wurden als Themen für das CSU-Wahlprogramm bisher die Bereiche „Stadtmitteentwicklung“, „Schule und Feuerwehr Westheim“, „Sportstadt Neusäß“ und „Gesundheitsstandort nahe Uni-Klinikum“ diskutiert.

Rund 100 Teilnehmer, Kandidaten, Parteimitglieder, eine Reihe interessierter Bürgerinnen und Bürger, darunter der Leiter des Beruflichen Schulzentrums Bernd Kahlert, der auf geförderten Wohnungsbau spezialisierte Fachmann Dr. Markus Deurer und die Leiterin des Pflegeheims am Lohwald, Justine Bohn, erarbeiteten jetzt an sechs Thementischen beim 4. „Zukunftsdialog“ im voll besetzten Stadthallenfoyer das Konzept für ein zielgerichtetes, bezahlbares Wohnangebot und Kleinbus-Mobilität für die Stadtteile.

CSU: Bezahlbares Wohnen für Pflegekräfte und Senioren in einem Mehrgenerationenhaus


„In Neusäß gibt es zwei Pflegeheime mit 260 Plätzen, eine Demenzstation, die Sozialstation und drei betreute Wohnanlagen. Erfreulicherweise kamen in den vergangenen drei Jahren mit Unterstützung der Stadt 2 Kurzzeitpflege-Einrichtungen dazu“, so das Eingangsstatement von Bürgermeister Richard Greiner. „Diese Angebote wollen wir weiter stärken. Allerdings wird es erkennbar schwieriger, die notwendigen Fachkräfte dafür zu bekommen. Ein Problem dabei ist der Mangel an geeignetem Wohnraum“.

Anhand von Statistiken wurde dann dargestellt, dass bei allen Anstrengungen, familienfreundliche Angebote zu machen, der Altersschnitt in Neusäß historisch bedingt etwa 3 Jahre über dem Landesdurchschnitt liegt. Mehrere Anwesende beobachteten in ihren Wortmeldungen, dass Senioren sich “verkleinern wollen“, wenn das Angebot passt, also von ihrem Haus mit Garten in eine barrierefreie Wohnung ziehen, aber trotzdem eine Gemeinschaft erleben möchten. Im Zuge eines Austausches könnte der Generationswechsel durch neue Wohnangebote unterstützt werden, wie das beim Sailer-Areal schon gut zu beobachten ist.

ERGEBNIS DES 4. ZUKUNFTSDIALOGS:

Die CSU Neusäß will nicht fantasielos sozialen Wohnbau „aus dem Boden stampfen“, wie es derzeit laut gefordert und andernorts oft zu beobachten ist. „Wenn Sie beim Anteil an Sozialwohnungen überdrehen, macht irgendwann der Grundstückseigentümer nicht mehr mit, die Investoren laufen davon und es entsteht überhaupt kein neuer Wohnraum“, so Dr. Markus Deurer, der anerkennend auf die gelungene Mischung im Sailer- und im Schuster-Areal verwies, wo jetzt nach intensiven Verhandlungen bekanntlich rund ein Viertel der Wohnungen sozial gefördert entstehen können. Die Neusäßer Grünen fordern in ihrem aktuellen Wahlprogramm 30% in Anlehnung an Münchner Verhältnisse.

Die CSU will stattdessen die gute Versorgungsstruktur in der Stadt ergänzen und jetzt ein weiteres, aber für Neusäß passgenaues, integriertes Wohnprojekt. „Dabei soll im Besonderen bezahlbares Wohnen für Mitarbeiter(innen) und Schichtdienstleistende unserer Pflegedienste und –heime in unmittelbarer Nähe zu ihrer Arbeitsstelle“ ermöglicht werden. Damit machen wir Neusäß für die dringend gesuchten Fachkräfte attraktiver und helfen unseren Sozialeinrichtungen vor Ort bei der Nachwuchsgewinnung.“
Nach kurzer Vorstellung des aktuell verlängerten „Bundesprogramms für Mehrgenerationenhäuser“ durch den Bürgermeister wurde die beim 4. Zukunftsdialog gemeinsam erarbeitete Projektskizze wie folgt definiert:
„Seit einiger Zeit unternehmen wir große Anstrengungen bei der Bodenbevorratung, was zum Teil durch den Erwerb von Schlüsselgrundstücken auch gelungen ist. Deshalb wollen wir im Sinne eines Generationen übergreifenden Konzepts ein städtisches Grundstück zur Verfügung stellen, damit ein passgenaues Wohnraumangebot für Pflegekräfte, Kranken- und Pflegeschwestern, Auszubildende aus Pflegeberufen, Studierende und Senioren entstehen kann, die Tür an Tür mit jungen Menschen aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich zusammenleben möchten. Dieses Mehrgenerationenhaus könnte auch ein kleines, von Ehrenamtlichen geführtes Tagescafé, eine ansprechende Hausbibliothek und Raum für Gemeinschaft bieten und so zu einem Miteinander motivieren bzw. die gegenseitige Unterstützung der Generationen fördern; ein hauseigenes Carsharing-Angebot, Leihräder und eine Mitfahrgelegenheit zu Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten soll das Konzept sinnvoll abrunden. So verknüpfen wir den Bedarf nach (speziellen, zu Neusäß passenden) Wohnangeboten sinnvoll und zielgerichtet mit der Unterstützung unserer Pflegeangebote und Senioreneinrichtungen.“

Das Thema „Kleinbus-Konzept“, das beim 4. Zukunftsdialog einen ebenfalls wichtigen Themenschwerpunkt gebildet hat und in welcher die CSU eine moderne Alternative zum nicht wirklich innovativen Straßenbahnausbau erarbeitet hat, folgt eine Diskussion mit Gelegenheit zur Probefahrt bei der Bürgerbegegnung am 18.2.2020, 17 Uhr beim Café Ihle am REWE-Parkplatz. Die Erkenntnisse fließen in die nächste PM zum Zukunftsdialog ein.

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